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Basilika und Kloster Waldsassen


Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Kirche eine der ersten wirklich anspruchsvollen Neubauten und - neben dem Passauer Dom - der damals größte Sakralbau Bayerns. Abt Martin Dallmayr (1612-1690) initiierte den Neubau, Abt Albert Hausner (1690-1710) konnte ihn vollenden. Beide gewannen dafür namhafte Künstler ihrer Zeit. Ihr geniales Zusammenwirken schuf einen Kirchenraum von besonderer Harmonie und Ausstrahlung.

Die Kirche besitzt eine der größten Orgelanlagen mit 103 Registern, 7720 Pfeifen und 82 Glocken. Unter dem Kirchenschiff befindet sich die größte Gruft Deutschlands. Der barocke Reliquienschatz gilt als der umfangreichste nördlich der Alpen.
Bei der Säkularisation (1803) wurde die Klosterkirche der Zisterzienser der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche übergeben. Sie wurde 1969 durch Papst Paul VI. zur päpstlichen Basilika minor erhoben.

Die Zisterzienserinnenabtei unmittelbar im Anschluss an die Basilika bildet die historische Keimzelle der Stadt Waldsassen. Herzstück der Abtei Waldsassen bildet der von 1689 - 1726 entstandene weltberühmte Bibliotheksaal. Von Karl Stilp kunstvoll geschnitzte Figuren tragen die Galerie, die den Saal umläuft. Ergänzt durch die Stuckarbeiten von Jakob Appiani und die Deckengemälde von Karl Hofreiter aus Bayreuth, avancierte die Stiftsbibliothek zum künstlerischen Kleinod des Stiftlands.

Bekannt sind auch die in der Basilika stattfindenden Konzerte, hier finden Sie den aktuellen Spielplan.

Drei Kilometer von Waldsassen entfernt finden Sie die Dreifaltigkeitskirche Kappl, ein bedeutender barocker Rundbau und eines der Wahrzeichen des Stiftlandes. Durch die besondere Architektur und Ausstattung der Kirche soll die Dreifaltigkeit symbolisiert werden. Vom 628 m hohen Glasberg bei Münchenreuth genießt man auch einen herrlichen Blick bis weit ins Egerland.